Weg mit dem Hintergrund: Freisteller mit Photoshop und Extensis Mask Pro 3
Ein perfekter Freisteller mit fliegenden Haaren, flauschigem Fell und kniffeligen Transparenzen vor einem lebendigen Hintergrund kann einen vollen Tag in Anspruch nehmen.
Kein Tool ist in der Lage, solche Motive in einem einzigen Arbeitsprozess perfekt von ihrem Hintergrund zu trennen – schon gar nicht auf Knopfdruck. „Mix and Match“ ist demzufolge der Tenor bei Freistellern: Wer häufig Motive freistellt, hat einen Fundus an Techniken entwickelt und mischt sie je nach Motiv miteinander aus.
Der Wunsch nach einer konsequenten Arbeitstechnik hat Werkzeuge wie Knock Out und Mask Pro hervorgebracht und mit der Version 6 von Photoshop wollte sich auch Adobe diesem Ansinnen nicht länger verschließen und brachte den Filter
Extrahieren ein.
Extensis Mask Pro 3 und den Extrahieren-Filter aus Photoshop haben wir uns genauer angesehen und uns gefragt, ob sich die Investition in ein weiteres Tool rentiert oder ob das „Mitbringsel“ mit dem Drittanbieter Schritt halten kann.
Maskieren oder gleich zur Sache?

Im Filter
Extrahieren markiert der Benutzer die Kontur des Motivs. Unter dieser Markierung sucht der Filter nach Kanten und Konturen, um anschließend die Pixel rund um das Motiv zu löschen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen – aber erst, nachdem der Benutzer nach leidvoller Erfahrung seinen eigenen Erfahrungsschatz aufgebaut hat, denn vor der effektiven Nutzung des Extrahieren-Filters ist ein solides Basiswissen im Umgang mit der Ebenentechnik in Photoshop gefragt.
Mask Pro arbeitet als Photoshop-Plugin und bietet gleich mehrere Techniken unter einem Dach. Mit dem „Zauberpinsel“ wischt der Benutzer ohne jegliche Vorbereitungen den Hintergrund aus. Bei einem belebten Hintergrund hilft der Benutzer dem Tool mit ein paar Mausklicks durch eine Farbauswahl auf die Sprünge.
Wenn der Hintergrund plötzlich fehlt
Während herkömmliche Techniken wie Auswahlen in Alphakanälen und der Freistellpfad die vollständige Bildinformation erhalten, sind sowohl
Extrahieren als auch der
Zauberpinsel „destruktive“ Techniken: Das Freistellen des Motivs löscht die Pixel des Hintergrundes. Ein Minimum an Ebenentechnik ist die die Nutzung beider Tools unerlässlich.
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Photoshop platziert ein frisch geöffnetes Bild auf der Hintergrundebene der Ebenenpalette. Vor dem Aufruf „Filter/Extrahieren“ wird die Ebene kopiert – entweder über den Menübefehl „Ebene/Ebene duplizieren“ oder die Ebenen-Miniatur wird mit gedrückter Maustaste auf das Symbol „Neue Ebene erstellen“ in der Fußleiste der Palette gezogen (1). Ein Klick auf das Augensymbol schaltet die Darstellung der Hintergrundebene vorübergehend aus (2).
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Der erfahrene Bildbearbeiter erstellt gleich noch einen Schnappschuss in der Protokollpalette (Klick auf das Kamerasymbol). Nach dem Extrahieren des Bildes kann der Protokollpinsel mit Hilfe des Schnappschusses u.U. vergessene Ecken reparieren.
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Nach der Berechnung des Freistellers erstellen sowohl der Extrahieren-Filter in Photoshop als auch Mask Pro von Extensis eine „Ebenenmaske“ – der Freisteller liegt transparent über dem Original.
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