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Bilddaten organisieren: Bildarchive

Wo die Flut der digitalen Bilder früher durch sorgfältig angelegte Scans noch begrenzt war, ist der Finger bei der Digitalkamera schnell am Auslöser und weder die Kosten für Filmmaterial noch die Kapazität der Speichermedien hemmen den Hang zur Perfektion. Wer bringt es schon übers Herz, die zehn besten Aufnahmen des Palio in Siena zu bestimmen und die restlichen 150 Bilder im digitalen Papierkorb zu versenken?

Wer seine fotografische Ausbeute mit all den kleinen Variationen in verschiedenen Bearbeitungsstufen und Kopien auf diversen Datenträgern hortet, erhofft sich Systematik und Ordnung durch eine Bilddatenbank. Wer einfach nur seine Bilder in Schach halten will, ohne sich mit Pflege eines Archivs abzugeben, aber seine Aufnahmen auf der Homepage im Internet präsentieren oder der Familie eine DVD mit Urlaubfotos überreichen möchte, wählt einfache, aber effektive Programme wie Adobe Album auf dem PC oder iPhoto auf dem Mac.

Systematische Archive für umfangreiche Sammlungen entstehen unter der Kontrolle professioneller Bilddatenbanken wie Canto Cumulus, Extensis Portfolio oder iView MediaPro – unabhängig von der Rechnerplattform nach internationalen Standards. Relativ neu in diesem Spiel sind Adobe Lightroom und Apple Aperture.

Das Arbeitsschema der Bildarchive

Von den Bildern in einem lokalen Ordner oder auf einer CD/DVD erstellt das Archivprogramm einen Katalog mit diagroßen Vorschaubildern. Das Bildmaterial bleibt unangetastet – in der Datenbank werden nur Vorschaubilder und Bildinformationen verwaltet und der Speicherort des Bildes gespeichert. Der Katalog bleibt auf der Festplatte und gibt jederzeit Auskunft, an welchem Speicherort sich das Bildmaterial befindet.

Suchen, Bearbeiten und Präsentieren – das sind die typischen Aufgaben eines Archivprogramms. Die Suche nach Bildern geschieht anhand der Vorschaubilder oder Suchkriterien wie „Alle Bilder in der Kategorie ‚Architektur’, die nach dem 11.11.04 aufgenommen wurden“, ohne dass ein Datenträger eingelegt werden muss.

Archivprogramme ersetzen kein Bildbearbeitungsprogramm, sondern legen den Schwerpunktauf die „Stapelverarbeitung“. Sie beschneiden ganze Serie von Aufnahmen, bringen sie auf die gleiche Größe oder ersetzen die nichtssagenden Dateinamen der Digitalkamera durch ein ausgeklügeltes Namensschema.

Präsentationen sind ein Schwerpunkt jedes Bildarchivs. Darunter fallen Kontaktbögen, Diashows mit dem Beamer, Fernseher oder Computermonitor und die Bildgalerie im Internet.Die Spannbreite der Bilddatenbankprogramme reicht vom Einsteigerprogramm, mit demFotografien vom Urlaub und Familienfeiern einfach und ohne groß angelegte Planung direkt aus der Digitalkamera importiert, organisiert und präsentiert werden (Adobe Album für den PC und iPhoto für den Mac) bis hin zu Archiven, die im Studio oder der Agentur großeDatenbestände verwalten (Extensis Portfolio, iView MediaPro von Application Systems Heidelberg, Canto Cumulus).

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