Papier wird niemals so strahlend weiß sein wie hellste Weiß des Monitors und schwarze Druckfarbe niemals so höllisch schwarz wie das Schwarz des Monitors. Auch kann der Drucker nicht immer alle Farben wiedergeben, die wir auf dem Monitor sehen.
So kommt es, dass ein digitales Bild bei Ausdruck fast immer etwas von seiner Billanz verliert. Wo beim Drucken Verluste eintreten, zeigt die Druckvorschau in Photoshop.
Schon seit Photoshop 6 gibt es still und unerkannt die Druckvorschau für den Tintenstrahldrucker. Sie liegt unter Ansicht/Proof einrichten/Eigene und kann die Ausgabe auf den Desktop-Drucker simulieren. Das erspart Tonnen von Papier und so manch eine Enttäuschung.
Zu verdanken haben wir diese Funktion dem ICC-Farbmanagement. Dafür bringt jedes Bild aus der Digitalkamera und aus einem modernen Scanner ein „Profil“ mit ... sozusagen sein Farbausweis, in dem beschrieben wird, welche Farben Digitalkamera und Scanner bewältigen. Der Drucker bringt bei seiner Installation ebenfalls Profile mit, und zwar idealerweise ein Profil für jedes Papier. Auch für den Monitor gibt es ein Profil. Ist die Kette der Geräte von der Bilderfassung bis zur Ausgabe lückenlos mit Profilen versorgt, kann ein Softproof durchgeführt werden.
| Das Original auf dem Monitor | Digitalproof eines matten Papiers |
Der Softproof eines Hochglanzpapiers zeigt deutlich, dass der Ausdruck brillanter wirken wird als der Druck auf dem matten Papier.
Die Zuverlässigkeit eines Digitalproofs hängt von der Qualität Ihres Monitors, den Profilen des Monitors und der Ausgabegeräte sowie den Lichtverhältnissen Ihrer Arbeitsumgebung ab.
Die Verfügbarkeit dieser Optionen hängt vom gewählten Proof-Profil ab. Nicht alle Profile unterstützen beide Optionen.