Objektivfehler: hromatische Aberrationen, Unschärfe und Vignettierung
Chromatische Aberrationen, Unschärfe und Vignettierung
Die Offenblende, die größte Blende des Objektivs, ist fast immer mit Fehlern behaftet und liefert fast nie eine gute Schärfe. Erst wenn das Objektiv um ein bis zwei Blenden abgeblendet wird, zeigen Objektive eine wirklich gute Leistung. Die Spitze an Schärfe liegt zumeist im mittleren Blendenbereich, also so zwischen Blende F6,7 bis Blende F11.
Aberrationen Live: Das Canon F1,2 85 mm zeigt bei Blende F1,2 lila Farbsäume um die feinen Strukturen, die erst bei Blende 2,8 verschwinden. Die cyanfarbigen Säume rund um die feinen Details der Laterne im Hintergrund sind selbst bei Blende 3,5 noch hauchzart im 100%-Zoom zu sehen.
Aber wann und welche Fehler das Objektiv aufweist, hängt von der Entfernung, der Blende und bei Zoomobjektiven auch von der Brennweite ab.
Wer also das Beste aus seinem Objektiv holen will, der testet ausgiebig: Aus verschiedenen Entfernungen, bei verschiedenen Brennweiten und mit drei oder vier Blenden, von der größten Blende bis zur Blende 11 oder sogar 16. Das schrittweise Schließen der Blende wird auch “Abblenden” genannt.
- Blende F2
- Blende f2,8
- Blende f4
- Blende f6,3
- Blende f9
- Blende f13
Sehen wir uns einmal an, wie viel Schärfe das Gesicht der Figur durch das Schließen der Blende gewinnt.
- Blende f2
- Blende f2,8
- Blende f4
- Blende f6,3
- Blende f9
- Blende f13
Zwischen Blende F6 und F9 liegt bei diesem Objektiv der »Sweet Point«
Vignettierung
Die Vignettierung zeigt sich in dunklen und weniger scharfen Ecken des Bildes bei der größten Blende des Objektivs.
Das Objektiv vignettiert bei Blende F2 ein wenig, man sieht bei Blende F2.8 und Blende 4 mehr Zeichnung im Hintergrund, weil die Ecken bei Blende F2 ein bisschen dunkel sind.




















