Haltbarkeit von Speicherkarten und Festplatten
CompactFlash-Speicherkarten (CF-Card und USB-Sticks) ähneln zwar in gewisser Weise einer Festplatte, sind aber ohne bewegliche Teile gefertigt. Das Fehlen der mechanischen Bauteile macht die CompactFlash-Karte so zuverlässig.
Der Fotograf sieht sie weniger als Langzeitspeicher, sondern als Kurzzeitspeicher in der digitalen Kamera, denn CF-Karten zeichnen sich durch einen geringen Energieverbrauch, Unempfindlichkeit gegenüber Erschütterungen und eine hohe Kapazität (bei USB-Sticks zurzeit bis 64 GByte) aus. Ihr Risiko liegt in der limitierten Überschreibbarkeit. „Lieber viele relativ kleine Karten als eine große Karte“ ist der beste Leitfaden für die Nutzung der Speicherkarten.
Als Langzeitspeicher sind sie keine optimale Lösung – u. a. schon durch ihre geringe Größe gehen Speicherkarten schnell verloren und lassen sich nicht ordentlich beschriften (aus der Sicht eines Archivs).
Externe Festplatten
Externe Festplatten gewinnen zunehmend als Medium für die Langzeitarchivierung von Daten aller Art – also auch zum Speichern des Bildarchivs. Sie toppen die optischen Datenträger wie CD und DVD durch ihre gigantische Kapazität, denn nach zwei bis drei Jahren hat jeder Fotograf den Status eines DJs erreicht, wenn er die Flut seiner Digitalbilder der CD oder DVD anvertraut.
Externe Festplatten verfügen heute über eine unkomplizierte und sichere Anschlusstechnik, sie bieten einen schnellen Zugriff und erscheinen uns durch ihr festes Gehäuse realtiv sicher vor Umwelteinflüssen.
Allerdings dürfen wir nicht all zu fest auf diese Sicherheit vertrauen, selbst wenn sie vom Hersteller oder Testinstituten bestätigt wird. Während wir im normalen Büroalltag mal 100 MB oder ein halbes Gigabyte von einer auf eine andere Platte kopieren, bergen die Abläufe rund um ein digitales Bildarchiv Datentransfers in völlig anderen Dimensionen.
Mal eben 100 oder 200 Gigabyte von der internen Festplatte auf die externe Festplatte zu kopieren ist keine Seltenheit. Derartige Transfers sind immer auch mit einer großen Hitzeentwicklung verbunden. Umfangreiche Transfers sollten darum lieber in kleinen Schritten vorgenommen werden.
Testen, Testen, Umkopieren …
Während wir im Fotoalbum unserer Eltern und Großeltern immer wieder durch einfaches Blättern sofort sehen können, ob die sorgfältig eingeklebten Fotografien noch intakt sind, müssen wir alle elektronischen Datenträger immer wieder in relativ kurzen Zeitabständen testen und der Vorsicht zuliebe in etwas längeren Zeitabständen auf neue Datenträger umkopieren.
So sollten die CDs, DVDs oder externen Festplatten für das digitale Bildarchiv wenigstens einmal im Jahr geprüft werden. Für die Prüfung der externen Festplatte gibt es Software wie HD Tune. HD Tune ist kostenlos und testet die Festplatten auf Herz und Nieren und führt einen Fehlerscan aus.
Auch das Programm CheckDisk ist ein simples und übersichtliches Werkzeug zum Suchen und Reparieren von Festplattenfehlern und ähnelt stark den Windows-Bordmitteln Scandisk oder chkdsk.exe. Noch besser ist meist das Festplatten-Prüfprogramm des Herstellers.