Mit hohen ISO-Werten fotografieren

Früher haben wir immer versucht, die ISO-Einstellung an der Kamera auf einen möglichst kleinen Wert zu stellen - am liebsten ISO 100. In der Fotopresse und den Foren lesen wir auch heute noch, dass ISO 100 ein besonders wichtiger Faktor für gute Fotos wäre.  

Die neue Generation von digitalen Kameras hat in Hinsicht auf die Qualität der digitalen Fotos einen großen Sprung gemacht. Zudem haben moderene digitale Kameras heute eine ISO-Automatik, die fast immer programmierbar ist. Die hohen ISO-Werte verlieren ihren Schrecken - selbst Kompaktkameras liefern eine akzeptable Qualität mit Fotos bei ISO 400 und selbst bei ISO 800.

Fotografieren mit der programmierbaren ISO-Automatik

Wer also eine moderne Digitalkamera (ab 2009) mit ISO-Automatik hat, sollte diese Automatik auch zur Hilfe nehmen - in jedem Fotokurs in Köln und Bonn zeigen wir den Teilnehmern, wie die ISO-Automatik eingestellt wird. Meistens lässt sich eine Grenze angeben: Die Nikon D5000 macht z.B. noch sehr gute Aufnahmen mit ISO 800 und selbst ISO 1600 ist annehmbar. Mit der ISO-Automatik lässt sich auch bestimmen, welcher ISO-Wert die Obergrenze ist.

Der wichtigste Faktor ist doch am Ende, dass wir von der Familienfeier, vom Grillabend und von der Hochzeit gelungene Fotos mitbringen. 

Grenzen des eigenen Anspruchs

Wo die Grenze für die ISO-Einstellung liegt, muss jeder Fotograf für sich und seine Kamera entscheiden. Das machen wir mit einer kleinen Serie:

  • den Raum leicht abdunkeln,
  • Kamera auf ein Stativ stellen,
  • ISO 100 einstellen
  • Foto

und dieselbe Aufnahme mit ISO 800 und ISO 1600 erfassen. Und warum nicht auch einmal ISO 6400 austesten?

Es gibt gerade bei Fotos von Festen, Hochzeitsfotos und die Geburtstagsfeier einen schönen Kompromiss: Wir wählen eine ISO-Einstellung, die noch akzeptabel ist und schalten den Blitz dazu. Durch den hohen ISO-Wert wird dem Blitz im Programm A (Zeitautomatik oder Blendenvorwahl) eine viel geringere Leistung abverlangt.