Belichtungskorrekturen
Die Belichtungskorrektur ist das schnellste Hilfsmittel, wenn Aufnahmen über- oder unterbelichtet sind und sich noch die Gelegenheit für eine zweite Aufnahme bietet. Mit etwas Übung erkennen wir sogar schon im Voraus, ob ein Bild unter- oder überbelichtet wird.
Digitale Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras mit einem Live View zeigen die Unter- oder Überbelichtung schon vorher auf dem Monitor, so dass man schon im Voraus entsprechend eine Belichtungskorrektur einstellen kann.
So, nun aber:

Alle Digitalkameras – auch Bridgekameras und gute Kompaktkameras – haben einen Knopf für die Belichtungskorrektur: ein Plus-Minus-Zeichen in einem Kästchen. Drücken und das Einstellrad drehen oder die Wippe auf der Kamerarückseite nach unten bzw. oben drücken: Dann kürzt die Kamera die Belichtungszeit (um ein dunkleres Bild aufzunehmen) oder verlängert die Belichtungszeit (um ein helleres Bild aufzunehmen).

Spiegelreflexkameras zeigen die Einstellung einer Belichtungskorrektur sofort im Sucher anhand der analogen Skala mit kleinen Strichen. Die meisten Kameras zeigen Striche nach links für eine Reduzierung (dunkleres Bild) und nach rechts für ein helleres Bild (nur Nikon-Kameras machen es umgekehrt, aber in einem der ellenlangen Menüs der Nikon lässt die die Richtung der Skalen auch umdrehen oder man gewöhnt sich einfach dran).
Die Belichtungskorrektur ist auch der erste Schritt in eine bewusste Belichtung, denn jetzt kann ich sagen: Liebe Kamera, mach eine dunklere Aufnahme, um die Stimmung besser einzufangen. Das ist z.B. bei einem Sonnenuntergang oder wenn das Motiv extrem hell ist.